Das Blasorchester Elze im Wandel der Zeit


Das Blasorchester Elze e.V. wurde am 05.04.1981 gegründet und ging ursprünglich aus dem Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Elze hervor.

In seiner über 30-jährigen Geschichte kann das Orchester auf jährliche Konzerte, öffentliche Auftritte und Platzkonzerte, diverse Ausmärsche wie z.B. zum Schützenfest Hannover und manche gesellige Fahrt wie zum Schützenfest in Grömitz oder nach Ecouché; zurückblicken. Das Bild wird abgerundet durch Ständchen zu Geburtstagen und Jubiläen. Über 10 Jahre leitete Friedrich Schütte als erster Vorsitzender erfolgreich die Geschicke des Vereins. Von Anfang 1993 wurde der Verein von Hermann Wendland geleitet. Von Anfang 2009 bis heute leitet Andreas Tönnies die Geschicke des Vereins. Dabei wird er durch den zweiten Vorsitzenden, die Kassenführerin und die/den Schriftführer/In unterstützt. Als musikalischer Leiter versteht es der Dirigent Hellmut Funke, auch jungen Leuten ein breites musikalisches Repertoire nahe zu bringen. Es reicht von der Volksmusik über klassische Stücke bis hin zu modernen Rhythmen.Jugendlicher Nachwuchs ist jederzeit willkommen, aber auch "ältere" sind herzlich eingeladen, ein Instrument zu erlernen oder bereits vorhandene Fähigkeiten auszubauen.

 

Die Gründungsjahre

 

Im Jahre 1903 fanden sich die ersten Kameraden zum musizieren zusammen und die Feuerwehrkapelle wurde gegründet. Als sie vier Musikstücke eingeübt hatten (die Übungsabende fanden übrigens in der Gastwirtschaft zum “Zum Löwen” statt), traten sie in Elze “auf dem Papendahl” zum ersten mal auf. Bereits nach zwei Jahren war die Kapelle in der Lage an einem Feuerwehrfest in Lamspringe teilzunehmen. Im Jahre 1914 war die Feuerwehr in Elze eine vorbildliche Truppe, mit einer Musikkapelle, die eine gute Kameradschaft etabliert hatten.

Die Namen der 15 Kameraden: Gniesmer, Kesemeier, Fricke, Rekate, Hinnenberg, Hennies, Reinecke, E.Sohns, F.Sohns, Kabus, Brand, Thon, Tielepape, Bruns und Pauling (Übungsleiter)

 

 

Der erste Weltkrieg

 

Als dann der 1.Weltkrieg ausbrach, war das Musizieren in der Kapelle vorbei, denn die jüngern Kameraden wurden zum Kriegsdienst herangezogen. Nach dem Kriege fanden sich dann wieder genug Männer zusammen, um die Blasmusik wieder ins Leben zu rufen. Trotz mehrerer Ausfälle durch den Krieg konnten sie diese Aufgabe wieder erfüllen. Bei den Übungen der Wehr und bei Kameradschaftsabenden konnten Pauken und Trompeten wieder für Stimmung sorgen. Die Feuerwehr war inzwischen auch mit einer Motorspritze und einer großen Leiter ausgerüstet worden wodurch die Übungen etwas interessanter verliefen. So kam das Jahr 1933 heran, mit ihm die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Da es nur noch eine Partei gab, wurden alle anderen politischen Organisationen verboten. Unter anderem auch das Reichsbanner, eine links eingestellte Organisation. Das Reichsbanner unterhielt damals eine Musikkapelle, die von Ludwig Kruse geleitet wurde. Die Musikinstrumente dieser Truppe wurden mit einem erfundenen Grund beschlagnahmt. Die überwiegend jungen Leute dieser Kapelle hatten aber Spaß an der Musik. So kam es, dass sie im Herbst 1933 in die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr eintraten. Damit bekam die Elzer Freiwillige Feuerwehr eine starke Kapelle mit vielen jungen Männern. Auf Grund der neuen Bestimmungen der Nationalsozialisten musste dann die Kapelle umbenannt werden. Sie hieß nun “Musikzug” und der damalige Obmann der Kapelle “Musikzugführer”.

Dieses Foto von dem Musikzug der freiwilligen Feuerwehr Elze entstand 1935.

 

In der nationalsozialistischen Zeit nahmen die Ausmärsche und Feste kein Ende. Das Volk war "außer Rand und Band" - wohl in einer Vorahnung, dass dieses alles ein schlimmes Ende nehmen wird, wurde gefeiert und gefeiert. So musste dieser neue Musikzug wohl oder übel mithalten. Der Musikzug übte jetzt in der Gastwirtschaft "Biel-Schulte". In dieser Zeit wurden die schönen Gartenfeste im großen Garten von "Biel-Schulte" gefeiert. Regelmäßig in jedem Sommer, stifteten die Elzer Geschäftsleute Preise für das Preischießen, -kegeln und -knobeln. Die Mitglieder des Gesangsvereins "Liedertafel" die ebenfalls in Biel's Gasthaus übten und einen sehr guten Kontakt zum Musikzug hatten, sorgten dafür, das alle ihr Vergnügen hatten und zu ihrem Recht kamen; vor allem die Kinder. Es waren für alle Freudenfeste. Der Musikzug machte Musik dazu und am Abend war dann Tanz im Freien.

 

Der zweite Weltkrieg

 

Im Jahre 1939 kam dann das geahnte, schlimme Ende. - Der 2.Weltkrieg bricht aus und damit wurde wieder der neue Musikzug - wie damals die erste Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr - auseinander gerissen. Schönes wurde zerstört, zurück blieben Erinnerungen. Aber auch der zweite Weltkrieg hatte nicht vermocht, die Blasmusik auszulöschen. Schon im Jahre 1945 - also gleich nach Kriegsende - fanden sich, diesmal in der Wirtschaft Gundelach in der Flutstraße, Kameraden zusammen, um wieder Blasmusik zu machen. Es war nur eine andere Zeit geworden. Aus dem Osten Strömten die Heimatvertriebenen zu uns. Hierunter waren ebenfalls junge Leute, die Spaß an der Blasmusik hatten und sich zum Musikzug gesellten. Die jetzt folgende Zeit vielfach ausgefüllt mit Veranstaltungen für die Vertriebenen. In den Städten im Kreisgebiet waren Treffen der Vertriebenen die in einzelne Landsmannschaften aufgeteilt waren. Der Musikzug hat sich natürlich immer zur Verfügung gestellt.

 

Die Wirtschaftswunderzeit

 

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Feuerwehrkapelle entstand folgendes Foto. Leider ist nur noch einer der abgebildeten Kameraden (Günther Kindler) aktive mit dabei.

Aufzählung der Namen erfolgt von hinten nach vorne und von links nach rechts.

1.Reihe: Reinhard Freitäger (Sax), Friedrich Warnecke (Tenh.), ?, Fritz Bruns, Horst Scholz, Kurt Kaupat, Fridel Ahrens

2.Reihe: Günther Binnes (Sax), Heinz Rose, Karl Möhring, Fritz Becker, Kurt Schubert, Friedrich Schütte(Pos) , Manfred Wieland(Tenh), Günter Kindler(Pos)

3.Reihe sitzend: Ernst Flentche(Tuba), Ludwig Kruse, Joseph Hübner, Fritz Nacke, Fritz Liebers, Heinrich Rose

4.Reihe: Bruns, Franz Freddeck

 

Anläßlich des 70-jährigen Bestehens der Feuerwehrkapelle entstand folgendes Foto. 

Aufzählung der Namen erfolgt von hinten nach vorne und von links nach rechts.

1.Reihe: Gerhard Pieter, Günther Sander, Günther Kindler, Kurt Schubert, Hermann Wendland

2.Reihe: Friedrich Schütte, Heinrich Wendland, Rauhut, Ludwig Kruse, ?, Karl-Heinz Kruse

3.Reihe: Wilfried Rave, Ernst Flentche, Manfred Wieland, Joseph Hüpner, Walter Ölkers, Fritz Bruns

4.Reihe: Heinz Schickan, Klaus Bruns 


Gründung des Blasorchester Elze von 1981 e.V. am 05.04.1981

Dieses Foto entstand kurz nach unserer Gründung vor unserem Vereinslokal "Biel's Gasthaus".

Dieses Foto entstand ca. 1982 an den Wülfinger Teichen.

Und hier sind wir ein paar Jahre später (ca.1983), vor der heutigen Haupt- und Realschule, zu sehen.

Hier ist unser Orchester 1990 vor der Elzer Kirche abgelichtet worden.

 

Der 1. Besuch 1991 unsere Partner-Stadt Écouché in Frankreich

 

Grund des Besuches in Écouché war die Einweihung eines Rettungszentrums. Es war ein wunderbares Erlebnis für alle die damals mit dabei waren.

 

Fortsetzung folgt.